RG Südraum LeipzigProjekteBiotop Maltitz - ehemaliges Sedimentbecken

Biotop Maltitz - ehemaliges Sedimentbecken

Absetzbecken Maltitz

Eine Industrieanlage wird zur Naturoase

Ein Gemeinschaftsprojekt von MIBRAG mbH

NFG Ökologischer Station Borna-Birkenhain und

NABU Regionalgruppe Südraum Leipzig e.V.

Die ehemaligen Absetzbecken Maltitz dienten zur Ablagerung von Schlämmen, welche beim Betrieb des Kraftwerkes Mumsdorf anfielen.

Nach der Stilllegung des Kraftwerkes wurde auch diese Industrieanlage überflüssig und musste zurückgebaut werden.  Die Größe des Geländes und die Bodenprofilierung durch schon vorhandene Hohlformen machten eine Nachnutzung und Aufwertung für Natur- und Artenschutzmaßnahmen sinnvoll, wobei auch Kosten für die Einebnung des Geländes eingespart werden konnten.

Mitglieder der NABU RG Südraum bemerkten im Mai 2015 die beginnenden Baumaßnahmen und meldeten Bedenken gegen die Verfüllung der Becken an. In kürzester Zeit kam es zu einem Vororttermin mit den Verantwortlichen Mitarbeitern der MIBRAG und der NABU RG Südraum.

Alle wichtigen Argumente wurden besprochen und der weitere Sanierungsablauf auf das Ziel einer Nachnutzung für den Natur- und Artenschutz umgestellt.

Die ökologische Station Borna-Birkenhain bekam den Auftrag, ein Konzept zur naturschutzfachlichen Aufwertung des Geländes zu erstellen. Im Jahr 2016 wurde die Endgestaltung des Geländes durch die GALA MIBRAG-Service GmbH, mit naturschutzfachlicher Baubegleitung durch die Ökologische Station, durchgeführt. Die NABU RG Südraum übernimmt für die nächsten 10 Jahre die Pflege des 3,2ha großen Geländes, was durch einen Pachtvertrag mit der MIBRAG besiegelt wurde.

Einzelne Aufwertungen der Fläche und Artenschutzmaßnahmen werden damit folgen.

Das Gelände dient mittlerweide der MIBRAG, mit behördlicher Genehmigung, als Umsiedlungsfläche  für Amphibien aus dem Vorfeld Domsen.

Die Tafel am Eingang vom Biotop - Foto: Jörg Geier
Die Mitglieder der RG Groitzsch beim Rundgang - Foto: Jörg Geier
Das neu zu gestaltende Biotop - Foto: Jörg Geier
- Foto: Jörg Geier
Einer der vielen Nisthilfen für Wiedehopfe im ehemaligen Absetzbecken, heute Biotop Maltitz. - Foto: Kathleen Burkhardt-Medicke
Wer findet hier Unterschlupf? - Foto: Kathleen Burkhardt-Medicke
Königskerze - Foto: Kathleen Burkhardt-Medicke
Echtes Johanniskraut, mit perforierten Blättern, im September aber schon verblüht. Die App Flora Incognita hat die Pflanze trotzdem erkannt. - Foto: Kathleen Burkhardt-Medicke
Die Pflanzenbestimmungsapp Flora Incognita sagt, dass das eine Kleine Braunelle ist. - Foto: Kathleen Burkhardt-Medicke
Flockenblume (Skarabiosen- oder Wiesen-Flockenblume) - Foto: Kathleen Burkhardt-Medicke
Hornklee, Bildvergleich mit dem Kosmos Pflanzenführer. - Foto: Kathleen Burkhardt-Medicke
Kartäusernelke - Foto: Kathleen Burkhardt-Medicke
Aufgeblasenes Leimkraut wäre mein Tipp. - Foto: Kathleen Burkhardt-Medicke
Malve - Foto: Kathleen Burkhardt-Medicke
Einer der vielen bunten Farbtupfer, die Wegwarte. - Foto: Kathleen Burkhardt-Medicke
Saatgut auf der Blühwiese sammeln mit Peter Windolph. Von weitem sieht es wenig bunt aus, bei genauerem Hinsehen finden wir aber auch im September noch viele leuchtende Farbtupfer. - Foto: Kathleen Burkhardt-Medicke
Das ehemalige Absetzbecken Maltitz ist heute ein Biotop. - Foto: Kathleen Burkhardt-Medicke


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