Kleine Naturdetektive im Einsatz am Köhlerteich
Bei strahlendem Sonnenschein machten sich, Mitte April, 18 Kinder der Gruppe "Naturdetektive" auf den Weg zum Köhlerteich und erlebten einen Tag voller Entdeckungen, Abenteuer und tierischer Begegnungen.
Gleich zu Beginn wartete eine besondere Aufgabe auf die jungen Forscher. Am Amphibienzaun halfen sie mit viel Engagement dabei, die Eimer zu leeren. Vorsichtig setzten sie die gefundenen Tiere, darunter Knoblauchkröten, Springfrosch, Teichmolche und einen Kammmolch in die Transportbehälter. Nach eingehender Begutachtung und Artbestimmung wurden sie sicher über die Straße und zu ihrem Laichgewässer gebracht. Für viele Kinder war dies ein aufregender Moment, die immer seltener werdenden Amphibien aus nächster Nähe betrachten zu können.
Nach so viel Einsatz kam der Spaß natürlich nicht zu kurz. Bei gemeinsamen Naturspielen konnten sich alle austoben und die gute Stimmung genießen. Am Teich angekommen, griffen die Kinder schließlich selbst zu Keschern. Mit neugierigen Blicken wurden kleine Wassertiere eingefangen. Wasserskorpion, Schwimmkäfer und Wasserflöhe konnten in den mitgebrachten Becherlupen genau beobachtet und bestimmt werden. Behutsam wurden die kleinen Tiere wieder zurück in den Teich entlassen. Selbst anwesende Eltern waren von den entdeckten Tierarten und Beobachtungen recht beeindruckt.
Der Ausflug zeigte eindrucksvoll, wie spannend Natur sein kann, wenn man sie hautnah erlebt. Müde, aber begeistert kehrten die Naturdetektive am Mittag zurück, mit vielen neuen Eindrücken und Geschichten im Gepäck.
Bereits am 23. Februar 2026 hatten Ehrenamtliche der Regionalgruppe Südraum Leipzig und das Naturschutzzentrum Groitzsch den Zaun in Brösen errichtet. Bis zum 22. April erfasste Jörg Geier insgesamt 295 Tiere. Den größten Anteil bildeten 240 Teichmolche und 33 Kammmolche, gefolgt von 12 Knoblauchkröten sowie vereinzelten Teich-, Spring-, Wechselfröschen und einem Laubfrosch. Auffällig war in diesem Jahr jedoch das vollständige Ausbleiben der Erdkröte.

